VILLA FLORA

ihre Sammler, ihre Künstler

© NATHALIE DAVID

Hedy und Arthur Hahnloser sammelten die Kunst der ‚Nabis‘, einer Künstlergruppe des Post-Impressionismus, lange bevor diese Ruhm erlangten. Sie fuhren öfters nach Paris und kauften dort die Werke, die ihre Freunde, die Künstler, ihnen empfahlen. So brachten sie die Kunst von Bonnard, Vuillard, Vallotton und anderen in die Schweiz, als die Moderne dort noch umstritten war. Die Nabis-Werke fanden in der Villa Flora in Winterthur ihre ganz eigene Heimat. Der Architekt Rittmeyer hatte das Haus eigens für Arthur und Hedy entworfen und ausgebaut und schon bald bedeckten Gemälde die handgemachten Tapeten und schmückten Skulpturen den extra dafür angelegten Garten. Die Sammler öffneten den Künstlern ihre Türen, die Künstler verbrachten die Sommer dort und die Villa Flora Haus wurde zu einem Gesamtkunstwerk.

1995 wurde die Villa Flora zu einem kleinen Kunstmuseum mit einer exquisiten Sammlung der Nabis und Fauves. Dort waren die Werke von  Bonnard, Matisse, Redon, Rouault, Maillol, Vuillard, Manguin und auch ihrer Vorgänger, wie Van Gogh, Gauguin, Cézanne, Renoir für die Besucher zugänglich. Aber die Stadt Winterthur ist verschuldet und kann das Museum nicht mehr unterstützen. Die Villa Flora ist eingefroren, ihre Zukunft ungewiss. Am 29 April 2014 wurden die großen Werke dort abgehängt und reisen in den nächsten Jahren durch Europa, nach Hamburg, Halle, Paris und weiter…

Der Film erzählt die Geschichte des Sammlerpaars Hedy und Arthur Hahnloser anhand von Gesprächen mit den Nachfahren von Arthur und Hedy: Familienfotos werden kommentiert; 8-Millimeter Filmmaterial wird projiziert, Anekdoten werden erzählt, Tischdecken werden aufgefaltet und Blumen gepflückt.  Kinder spielen im Garten mit dem Spielzeug der Ur-Ur-Großmutter Hedy und sie klimpern auf dem Pianola vom Ur-Ur-Großvater Arthur. Stefan Kurt belebt die Stimme des Sohnes Hans und führt uns in die Geschichte der Sammler-Eltern ein. Manche Kunstwerke werden von der Kuratorin des Hauses analysiert, andere von Kindern im Museum. Die Musik von Vladyslav Sendecki erfüllt die Räume und begleitet die Erzählung. Das Leben der Menschen mit der Kunst in der Flora offenbart sich und zeigt sich in seiner ganzen Fülle und Schönheit.

Der Film ist im Auftrag der Hamburger Kunsthalle entstanden.


Technische Angaben:
Konzept Kamera und Schnitt: Nathalie David

Musik komponiert und gespielt: Vladyslav Sendecki

Stefan Kurt spricht Hans Robert Hahnloser

Tonaufnahme: Hili Leimgruber, Jens Woernle
Stimmeaufnahme: Rupert Schellenberger | Ultramar labs. Berlin

Matthias Brattig | Loft Studio - Hamburg

Produktion und Recherche: Nathalie David, Daniel Koep & Angelika Affentranger

Regieassistentinnen : Aisha Lethen Bird & Ariane Burghard

Tonmischung: Clemens Endreß
Titel: Madeleine Dewald

Farbkorrektur: Martin Heckmann


Format HD

Länge ca 78 Min.


Sprache : Deutsch, Schwizerdütsch, Französich mit deutsche Untertitelung


Mit freundlichen Unterstützung von Hahnloser/Jaeggli Stiftung


2015 ©  PITCHOUN PRODUCTION | Hamburger Kunsthalle

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TRAILERhttps://www.youtube.com/watch?v=YftiOUkUZFAhttps://www.youtube.com/watch?v=sEvrdDokeIoshapeimage_1_link_0